Mit einer enormen Flexibilität von etwa 400 verfügbaren Grundvarianten stellt die Ford Transit-Baureihe eine hervorragende Basis für Aufbauhersteller dar. Gerade für die Reisemobilbranche stehen natürlich Fahrgestell-Lösungen im Vordergrund - und hier bietet Ford neben klassischen Leiterrahmenfahrgestellen auch spezielle Sondervarianten als Reisemobil-Basisfahrzeuge.
Bereits seit der Markteinführung der aktuellen Ford Transit-Modellreihe sind die Leiterrahmen-Fahrgestelle als front- und heckgetriebene Varianten verfügbar, wobei ursprünglich die schwereren Varianten jenseits drei Tonnen zulässigem Gesamtgewicht nur heckgetrieben verfügbar waren.
Auf vielfachen Wunsch der Aufbauhersteller sind seit 2003 auch frontgetriebene Varianten der Nutzlastklassen FT 330 und FT 350 verfügbar.
Ebenso wie die heckgetriebenen Modelle verfügen die frontgetriebenen FT 330- und FT 350-Versionen über ein stabiles 16 Zoll-Fahrwerk, das den höheren Gesamtgewichten Rechnung trägt und das Transit-spezifische, sichere Fahrverhalten garantiert.
Parallel dazu bleiben die bekannten heckgetriebenen Varianten natürlich weiter verfügbar - mit Motorisierungen bis hin zum 2,4 Liter Duratorq-TDCi mit einer Spitzenleistung von 101 kW (137 PS) und einem gewaltigen Drehmoment von 375 Newtonmetern bei bereits 2000 Umdrehungen pro Minute.
Dabei können die FT 350-Fahrgestelle mit Heckantrieb auf Wunsch mit einem Auflastungspaket bis 3,85 Tonnen für Caravan-Aufbauten geordert werden; beim FT 350 EL ist sogar ein zulässiges Gesamtgewicht von 4,25 Tonnen möglich. Flexibler kann ein Fahrgestell- Angebot kaum sein.
Eine ebenso flexible wie kostengünstige Variante für das Segment der Alkoven- und teilintegrierten Wohnmobile bleibt exklusiv den Herstellern der Motorcaravan- Industrie vorbehalten: das Ford Transit FT 350 Flachbodenchassis.
Diese Fahrgestellvariante baut nicht auf einem Leiterrahmen auf, sondern verfügt über die Bodengruppe eines frontgetriebenen Kastenwagens FT 350 - und somit über einen ebenen "Ladeboden", der rund 100 Millimeter tiefer angeordnet ist als die Oberkante eines entsprechenden Transit-Fahrgestells mit Leiterrahmen.
Bei dieser Fahrgestell-Konfiguration fungiert der Aufbau als stabilisierendes Element.
Neben der niedrigen, glattflächigen Rahmenoberkante, die ein Doppelbodenkonzept ermöglicht und den Schwerpunkt des Fahrzeuges weit unten ansiedelt, kann der Reisemobilhersteller auch von der hohen Flexibilität profitieren und zwischen dem mittleren und dem langen Radstand wählen.
Das Flachbodenchassis ist sowohl mit dem 74 kW (100 PS) starken 2,0 Liter Duratorq-TDE-Motor als auch mit der TDCi- Spitzenmotorisierung mit modernster Common Rail-Technologie und 92 kW (125 PS) verfügbar.
Ein weiterer Pluspunkt für die Aufbauhersteller: Die Ford Transit Flachbodenchassis können direkt mit einem Aufbau versehen werden, ohne dass dafür etwaige Vorbereitungsarbeiten am Fahrzeug erforderlich wären.
Auf Grundlage des frontgetriebenen Ford Transit FT 350 Fahrgestells bietet das Kölner Unternehmen gemeinsam mit der Firma AL-KO auch Tiefrahmenchassis exklusiv für die Motorcaravan-Industrie an.
Die Vorteile dieser Varianten lassen sich in wenigen Schlagworten treffend zusammenfassen: niedrige Rahmenhöhe, geringes Eigengewicht und hohe Flexibilität.
Das Grundkonzept des AL-KO-Tiefrahmenchassis gibt den Aufbauherstellern eine einmalige Freiheit bei der Konzeption von integrierten und teilintegrierten Wohnmobilen sowie Alkoven-Modellen des gehobenen Preissegmentes.
So liegt die Höhe des feuerverzinkten Rahmens rund 150 Millimeter niedriger als bei einem frontgetriebenen Ford Transit FT 350 Fahrgestell mit Leiterrahmen und sogar rund 200 mm niedriger als beim heckgetriebenen Pendant.
Neben der niedrigen Schwerpunktlage und der Möglichkeit, Doppelbodenkonzepte zu verwirklichen, vereinfachen die besonders gleichmäßig gestalteten Rahmenoberkanten die Anpassung des Aufbaus.
Daneben kann der professionelle Kunde bei der zukünftigen Ford-AL-KOKombination von einer besonderen Flexibilität profitieren: Je nach Wunsch und Aufbaukonzeption können die Fahrzeuge ebenso mit individuellen Radstand- und Überhanglängen wie mit unterschiedlichen Hinterachs- und Federungskonzeptionen gefertigt werden.
Zur Wahl stehen in diesem Zusammenhang auch Breitspurfahrwerke mit Drehstabfederachsen, Einzelradaufhängung oder auch Luftfederung.
Auch kundenindividuelle Chassisanpassungen - zum Beispiel mit speziellen Quertraversen - sind auf Wunsch möglich.
Ein weiterer wichtiger Vorteil der Ford-AL-KO-Lösung: das geringe Eigengewicht.
Je nach konkreter Ausführung sind im Vergleich zu Serien-Fahrgestellen Gewichtseinsparungen von durchschnittlich 60 Kilogramm realisierbar.
Diese Gewichtsreserven bieten den Aufbauherstellern die Möglichkeit, ihre Komplettlösungen noch komfortabler zu gestalten oder eine höhere Zuladung zu bieten.
War der Ford Transit schon bisher als Basisfahrzeug bei internationalen und deutschen Reisemobilherstellern ein ausgesprochen beliebtes Basisfahrzeug, so sorgte die Markteinführung der neuen Transit-Basisfahrzeug-Varianten für viel frischen Wind auf dem Reisemobil-Markt.
Eine Vielzahl deutscher Reisemobilhersteller hat mittlerweile eigene Fahrzeuglinien auf Basis des Ford Transit vorgestellt - Tendenz steigend.
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